kumberg classic

es gibt strecken, die werden öfter gefahren als andere. weil sie abwechslungsreich sind, weil es auf und ab geht wie im richtigen leben und weil sie mit einem ausgezeichneten kaffee samt kuchen locken. die schleife von graz über schloss freiberg nach kumberg ist so eine.

rhythm is it!

5 steigungen auf 55 km. gut verteilt, durchwegs knackig, keine zu lang.

samt abfahrten und rollenden landstrassen ergibt das eine kurzweilige herausforderung mit schönen ein- und ausblicken ins hügelland östlich von graz. und insgesamt 900 höhenmeter. kurz brennende schenkel und signifikante pulsspitzen inklusive. der köstliche kaffee und hausgemachte, manchmal „himmlische” kuchen kosten zwar extra, sind es aber wert! jedesmal wieder ;)

einfach ausprobieren!

ps: mit 85% nebenstrassen sind autos auf dieser strecke eine willkommen untergeordnete erscheinung.

pps: die kürze sowie die nicht zu langen abfahrten machen die route auch herbst- und vor allem wintertauglich.

START

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die stadt richtung osten zu verlassen ist eine vergleichsweise flotte angelegenheit. spätestens auf der höhenstrasse - einem knackigen kurzen anstieg durch den wald - hat man die stadt weiter hinter und unter sich gelassen. mehr als einmal wurde an dieser stelle bereits der eine oder andere scheue waldbewohner gesichtet

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km 5

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in hönigtal, das eigentlich hönigberg heißen müsste, hat man auch schon den höchsten punkt der ausfahrt erreicht und wird mit einem freien und bei günstigem wetter weiten panoramablick gegen osten in richtung kulm belohnt.

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km 8

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nach einem kurzen stück auf der nicht ganz autofreien landesstrasse führt die route über den beschaulichen präbachweg. nach ca. 5 km kommt eine kleine idyllisch gelegene rampe. wie geschaffen für einen kleinen all-out sprint.

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km 15

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in richtung lassnitzthal baut man die bislang gewonnen höhenmeter schnell wieder ab. achtung scharfe und steile bergabkurve!

nach dem kreisverkehr in ludersdorf gehts mit einem kurzen linken hacken hinein in den altenbergweg. und 2 km lang mitunter knusprig bergauf.

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km 21

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hier ist es so ruhig, dass die hühner manchmal nur unter protest platz machen.

oben wartet das schloss freiberg. im kern schon seit dem 12. jahrhundert. 

um es in seiner vollen renovierten pracht zu sehen sollte man bei der benachbarten golfanlage kurz anhalten.

und einen blick zurück werfen.

vorbei am golfplatz gehts durch den sparbelgraben gleich wieder hinauf zum nächsten landmark. dem überschaubaren aber unübersehbaren siegerlturm, von dem wir bis heute noch nicht wissen was es mit ihm auf sich hat.

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km 28

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kurz danach erreicht man die schöckblickstrasse. nomen est omen. über die folgenden kilometer hat man einen weitwinkelblick in richtung norden und damit zum hausberg der grazerinnen. hinauf muss man auf dieser runde nicht! auch der eine oder andere blick auf so manche details erfreuen mitunter das naive auge.

nach pirka gehts in den schustergraben und damit an den fuss des kumberger kirchbergs. die einfahrt im 90 grad winkel verlangt fahrerisches feingefühl, gilt es doch für den kaffeebergsprint hinauf möglichst wenig geschwindigkeit zu verlieren.

die folgenden 540 meter sind nach knappen zwei, manchmal auch drei minuten am platz vor der kirche schnaufend und schwitzend absolviert.

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km 39

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gott sei dank ;) ist das erste haus am platz ein café. zumindest für radfahrerinnen!

tja, die versuchung!  aber kaffee und hausgemachte torten und kuchen bei elvis (ja er heisst tatsächlich so), susanne und ihrem team muss man nach 1,5 stunden nicht widerstehen. außerdem: der blick auf die kirche hat auch von außen was. vor allem in der vormittagssonne sitzt es sich selbst im herbst noch ausgesprochen gut auf dem platz vor dem café.  insbesonders mit trockener unterziehwäsche!

je länger die kulinarische pause, desto schockierter geben sich die ausgekühlten beinmuskel angesichts des gegenhanges hinauf nach wollsdorf. wieder warm gefahren gehts hinüber zum eidexberg/prellerberg doppel.

beide zu haben auf einer länge von 2,5 kilometer mit ca. 150 hm.

 

bevors samt abschließendem schöcklpanorama über den schaftalberg – spätestens jetzt können wir es ja verraten, bei uns heisst jeder hügel „berg"– und eine hand voll kehren hinunter ins schaftal geht.

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km 48

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sollte es zu beginn des tales weniger nach schaf, dafür aber nach backhendl riechen, dann sind sie immer noch richtig und haben soeben das gasthaus griesbauer passiert. der letzte abschnitt bringt sie leicht bergab und mit viel schwung durchs stiftingtal wieder zurück nach graz.

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km 55

ZIEL